Der film ist soo Hammer . bin Total begeisterr gewesen von ihn. :)
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erstellt: Donnerstag, den 08.07.2010 19:54 Uhr
Ich muss gleich sagen: ich beziehe mich auf Szenen des Films, deshalb, wer den Film sehen will: nicht weiterlesen.
Wer eine ernstgemeinte Warnung davor haben möchte, der kann natürlich fortlesen.
Deshalb: auch Fans, die die Serie lieben, sollten nicht weiterlesen, denn ich möchte niemandem seine Freude an der Sex&City-Welt angiften. Es ist rein privat, was ich schreibe.
Dem ersten Film, wiewohl ich nicht einmal ein regelmäßiger Schauer der Serie war, konnte ich durchaus viel abgewinnen. Ich denke, dass man nicht mit allzu cineastischen Kriterien aufwarten sollte, denn dies würde Teil 1 nicht gerecht werden, war aber auch nie sein Ziel, insofern wäre es unfair, nach innovativer Kamera, intensivem Schauspiel oder kreative Regie durch Monatge oder Szenenfindung zu fragen. Nein, der erste Teil war ein sorgsames, gut gearbeitetes Großstadt-Märchen, von Drehbuchautoren, die gute Absolventen des Creative Writings sein dürften, die präzise und intelligent eine Story bauen, pointierte Dialoge abfassen und sich ansonsten auf die sechs Hauptdarsteller (Vier Frauen, die Mode und New York)verlassen konnten.
Den 2. Teil hingeben finde ich dagegen misslungen, und sogar ärgerlich. Misslungen finde ich das in meinen Augen schlampige Drehbuch, das ohne ein einzige relevantes Interesse an etwas oder irgendein glaubwürdiges Problem einer Figur ausgekommen ist, sondern all dieses lediglich behauptete. Zudem arbeitet das Drehbuch nach dem "Kochen mit teuren Sachen"-Verfahren aus, ohne zu testen, ob die Sachen miteinander harmonieren.
Beispiel Abu Dhabi. Das Märchenland als Joker, den man zieht. Fremd, heiß, konservativ, kitschig, vermeintlich die Folie für die 4 Freundinnen. Fremdheit ist aber, selbst im sogenannten Suhk, eine harmlose Kulisse von Ausländern, die im Grunde nach den selben Geschmacksmechanismen und Gedanken wie die Upper Eastside funktionieren (bis zur Schlußpointe, dem Pret-a-porter unter dem Schleier), und sich nicht ansatzweise dafür interessiert, ob eine fremde Kultur auch fremdes hat. Die 4 Damen dackeln wie ziemlich unintelligente Gänse durch ein arabisches Ressort, und interessieren sich auch hier nur für das, was sie zu Hause haben: Schuhe, Nannies, Menopause, Cocktails. Nur die Kulisse ist ausgetauscht, aber die Hingucker werden implementiert, sogar eine zufällige australische Rugbymannschaft wird nicht vermieden, um für eine testosteronige Augenweide zu sorgen. Diese Borniertheit der 4 Damen erscheint mir, pardon, frauenfeindlich. Ich werfe sonst nicht so gerne mit p.c. herum - ich bin sehr dafür, nciht dem Standard der Bravheit zu folgen: aber das Frauen (und Schwulen!)-Bild ist dadurch ärgerlich, dass angesichts einer Welt, wo Frauen udn Schwule tatsächlich Probleme haben und Repression leiden: diese 4 - ich wiederhole - Gänse folgende Probleme verhandeln: Hormontabletten, zusammenbrechender Handykontakt mit NY und aus heiterem Himmel der Ex-Freund, den zu küssen eine Ehekrise heraufbeschwört. Carrie offenbar ist ist so verschüchtert, dass sie einen Exfreund zu küssen so unerträglich findet, als hätte sie gleich mit ihm gevögelt, und Mr. Big, der Wirtschaftsmann, ist emotional so wund, dass ein Anruf und das Geständnis (oh ja, Frauen müssen immer gleich gestehen, die armen schuldbelasteten Wesen): "ich habe meinen Exfreund geküsst" ihn fast in die Scheidung treiben. Kann mir jemand erklären, wie Samantha eine ernstzunehmende und innovative Macherin sein soll, wenn sie sich nur um Hormontabletten und ihre Wechseljahre kümmert. Kann man mir erklären, warum Schwule stets weiß tragen, auf Liza Minelli stehen, Champagner saufen, und, sofern arabische Butler, die selben Humus-Masken wie ihre amerikanischen Gäste tragen? Kann man mir erklären, wie Carrie auch nur ein Buch schreiben konnte, wenn der emotionale Höhepunkt des Films der Besuch in ihrer alten Wohnung bei "meinen Kleidern" ist? Carrie war ein kluger Single, wie mir schien, aber das Ehebilld ist ziemlich reaktionär: die ehemals freiheitsliebende Singlefrau bekommt Platzangst, weil ihr Mann nicht jeden Abend, man staune, ausgehen will, sondern eine Dokumentation schauen will. Die Szene legte mir nahe, was für ein oberflächliches Bild die Drehbuchautoren von ihrer Protagonistin hatten - sie schämten sich nicht, sie den Satz sagen zu lassen - als Big eine Doku sah: "Das ist aber kein alter Schwarzweißfilm!" (und dafür sollte der Flatscreen ja angeschafft worden sein).
Zudem war das Drehbuch schlampig geschrieben. Die eleganten Verknüpfungen des ersten teils (zB das CinderellaMotiv) sind hier eine Aneinanderreihungen von szenischen Einfällen, die zum Schluß iregndwie aufgleöst werden müssen. Schwarzweißfilm über Taxi mit nacktem Bein anhalten - in Abu Dhabi Taxi mit nacktem Bein anhalten - Schlußsatz: "In Beziehungen gibt es soviele Farben!" Und dann kloppen wir usn die Happy Ends zusammen: die Konkurrenznanny war in Wahrheit lesbisch, der geile Architekt kommt zum Vögeln nach New York, und ein neuer Job, in dem die Frau als Frau respektiert wird, wird auch gefunden.
Schlampig sogar die Kameraführung. Ich denke noch mal an den Sukh. Es ist möglich, durch eine andere Art von Schnitten oder Überblendungen oder Einstellungen oder oder den Eindruck zu vermeiden, in einer Studiokullisse gedreht zu haben: Aber die Bauten, das statische Sonnen-Licht, die mit denselben Tätigkeiten beauftragten Statisten, und vor allem die leeren unausgefüllten Flächen (Statisten sind teuer) haben die Macher aller alten Aladin-Filme besser hinbekommen. Gegenprobe: ja, ich kenne arabische Märkte, zb Istanbul, Tunis, Teheran. Ja,ich kenne Filmstudios. Das war eins (behaupte ich).
Das alles ist misslungen, aber das Frauenbild ist ärgerlich. Im übrigen - was ist ein toter Witz? Antwort: wenn man die Pointe kennt. Da die 4 Frauen zu Stereotypen ihrer selbst werden - also nichts neues aufweisen, ncihts neues interessiert und auch immer die gleichen Texte ihres Schemas verkünden (die eine "eine Ehe ist aber doch...", die andere: "...mein Gott, da unten rührt sich nichts...", die dritte: "...sind wir so ein altes Ehepaar?" - sind die Figuren nach 10 Minuetn auserzählt, udn dann darf man sie in einem Plastik-Arabien bewundern, das von konservativen Witzfiguren, die ein ergierter penis in einer Shorts rasend macht, bevöljert wird - und indischen Butler, die eine erfüllte Fernbeziehung mit der Frau in der Heimat führen. Da werden die Augen nicht zuckerkrank, sondern legen selbst eine Menopause ein.
Fazit - nun ja, siehe oben. Oder mit den Worten des Films - Beziehungen haben viele Farben, die man kennenlernen muss, dieser Film indes hat keine einzige.
Thomaspeter Goergen
Autor: auric
erstellt: Montag, den 05.07.2010 18:20 Uhr
also ich fande den film eigentlich sehr unterhaltsam, obwohl er sich-wie auch der erste film- sehr in die länge gezogen hat. außerdem fande ich den zweiten fillm nur auf die reise nach abu dabi basierend und nicht um die gefühle und höhen und tiefen der gefühle kreisend; anders als im ersten film.
vieles war sehr unrealistisch dargestellt, wie die hochzeit, das hotel, usw.
aber seien wir ehrlich. wer erwartet mehr als 2 stunden in eine traumwelt einzutauchen, in die man (oder frau) sich manchmal nur zu gerne hineinwünscht ?
Autor:
erstellt: Montag, den 28.06.2010 20:48 Uhr
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